Meine Musik 
Ich spiele, was ist.

Manchmal klingt mein Cello wie eine Welle, die atmet.
Manchmal wie ein wildgewordenes Biest (zu hören: Goryina – s unten).
Und manchmal – naja, wie ein Cello eben. Aber auf jeden Fall selten brav 😉

Ich spiele Musik, die aus dem Moment wächst.
Aus dem, was gerade passiert. Innen wie außen.
Ein Gedicht, das gelesen wird. Ein Gemälde, das den Raum verändert.
Ein Gedanke, der nicht still bleiben will.
Ein Stück Theater, das noch nachhallt, bevor es zu Ende ist.
Ich lausche – – – – und antworte mit Klang.

Mein Cello und ich stecken nicht gern in irgendeiner Schublade.

Wir können schön – aber wir können auch schräg, kratzig und wild. Wir singen, schreien, brummen, klopfen, grollen oder atmen einfach.
Mal benutze ich das Cello als Cajon, mal wird es ein Wal auf Weltreise oder ein Sägewerk (ja, ehrlich – s. Theaterproduktion „Mit Rilke im Ring“ 2023). Manchmal mimt es auch ein ganzes Streichorchester mit Hilfe meiner Loop-Station.

Der Looper und ein Effekt-Board sind meine kleine Klangfabrik:
Ich schichte und baue Welten. Klang wird zu Raum.
Ich spiele, wiederhole, verforme, werfe neue Töne hinein. Und plötzlich ist da etwas, das dich mitnimmt, dich surfen lässt auf einer Welle der Zeitlosigkeit.

Das Cello ist dabei kein Begleiter – es ist mein Mitbewohner, mein Komplize, mein Sprachrohr.
Wir kennen uns echt schon lange – aber langweilig wird’s nie. Es bietet so unendlich viele Möglichkeiten, und ich sehe es, als meine Mission, den Zuhörern diese Welt zu eröffnen. Ich selbst bin neugierig, ständig Neues zu entdecken, zu experimentieren, mit dem Cello in unbekannte Räume vorzudringen und ich freue mich über jeden, der Lust hat, mich dabei zu begleiten.

Meine Musik ist keine Playlist. Sie ist ein Gespräch – mit dem Raum, mit den Menschen, mit dem, was gerade in der Luft liegt. Sie will nicht gefallen. Sie will da sein. Und berühren. Vielleicht auch irritieren. Und dann wieder: grooven und bewegen.

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